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Der Mensch als Mittelpunkt der Gesellschaft

Chancengleichheit für alle 

Ein zentrales sozialdemokratisches Ziel besteht in einer Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Lebenschancen haben, unabhängig von Geschlecht, körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, sozialer und geografischer Herkunft. Ein wesentlicher Schlüssel zur Verwirklichung dieses Ziels ist die Jugend: Vor allem beim Start ins Leben muss diese Chancengleichheit herrschen! Deshalb lehnen wir Schulgeld und Studiengebühren ab. Gleichzeitig treten wir für die Gewährleistung des bestmöglichen öffentlichen Bildungssystems und dessen konstante Weiterentwicklung ein. Chancengleichheit spielt auch im Berufsleben und in der Familie eine große Rolle: So sollen sich in einer Gemeinschaft beide Partner für die Berufstätigkeit entscheiden können – es ist die Aufgabe des Staates und der Politik, die dafür nötigen äußeren Voraussetzungen zu schaffen.

Sicheres und starkes Sozialsystem

Ein „JA“ zum Sozialstaat ist ein „JA“ zum sozialen Frieden und zur sozialen Sicherheit. Die Menschen müssen darauf vertrauen können, dass sie sich im Alter und bei Unterstützungsbedarf auf die Hilfe der Gesellschaft verlassen können. Wir stehen für eine Politik der sozialen Gerechtigkeit, in der niemand Angst haben muss, sich bei Krankheit, Unfall oder Behinderung die notwendige Behandlung nicht mehr leisten zu können. Genauso kategorisch wie gegen die finanzielle Ausbeutung von Kranken und Schwachen stehen wir für gesicherte Pensionen im Alter sowohl für Männer als auch für Frauen aller Generationen.

Zentrales Ziel Vollbeschäftigung

Die Verwirklichung des Rechts auf Arbeit für alle Menschen ist für die Sozialdemokratie eines der entscheidendsten politischen Ziele. Erwerbsarbeit ist ein wichtiger Teil des menschlichen Daseins. Unfreiwillige Arbeitslosigkeit, vor allem wenn diese länger dauert, hat weitreichende negative Auswirkungen für die Betroffenen und die Gesellschaft. Deshalb treten wir für offensive Arbeitsmarktpolitik und gegen den Ausverkauf öffentlicher Betriebe ein. Denn der Verkauf von staatlichem Eigentum an falsche Eigentümer kann, wie aktuelle Beispiele zeigen, hunderte Arbeitsplätze vernichten. Umgekehrt können öffentliche Unternehmen durch Zurverfügungstellung von bester Infrastruktur am Strom- und Kommunikationssektor und der damit verbundenen Standortvorteile wesentlich über Betriebsansiedelungen entscheiden. Wesentliche gesellschaftliche Bereiche wie Bildung, Kultur oder das soziale Klima sind einem Wettbewerb nicht zugänglich und müssen daher vom Staat wahrgenommen werden. Generell gilt es verstärkt wieder den Menschen ins Zentrum der Politik zu rücken - so müssen wirtschaftliche Erfolge wieder stärker den Arbeitnehmern und weniger den Aktionären zugute kommen.

Forschung und Entwicklung stärken

Die hohe Qualifikation und Motivation der Erwerbstätigen in Oberösterreich ist der wichtigste Standortvorteil unseres Bundeslandes. Oberösterreich ist bezüglich der Ausbildung von Lehrlingen im Vergleich zu anderen Bundesländern auf einem guten Weg, aber es besteht nach wie vor ein großer Mangel an qualitativ hochwertigen Lehrstellen. Vor allem im Bereich EDV und Fremdsprachen gilt es Akzente zu setzen. Große Defizite bestehen in Oberösterreich im Bereich der Absolventen höherer Schulen, der Fachhochschulen und der Universitäten. Deshalb gilt es diese zukunftsträchtigen Bereiche weiterzuentwickeln, um uns auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten: Schon jetzt gewinnt Medizintechnik in der praktischen Anwendung eine immer größere Bedeutung; am Umweltsektor ist die Brennstoffzellentechnologie eine der großen Zukunftsherausforderungen und der Klimawandel wird ein Umdenken in der Energiegewinnung erforderlich machen.

 

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